EGC Webblog #3

Prinzipien des Kindertrainings

Was ist die Grundvoraussetzung um gutes Training leiten zu können? Man muss sich der eigenen Rolle als Trainer und den Anforderungen an diese Position bewusst werden.

Spaß und Freude am Fußball im Verein sollte bei jedem Training im Mittelpunkt stehen. Dies gelingt nur durch eine vertrauensvolle Atmosphäre zu jedem Zeitpunkt des Trainings. Kinder müssen ihre eigenen Ideen äußern und Eigeninitiative an den Tag legen dürfen.

Als Trainer sollte man nicht mit dem Lob sparen und die Spieler nach misslungenen Aktionen immer wieder aufbauen.

Wenige, aber klare Regeln müssen den Kindern an die Hand gelegt werden, damit auch die sportlichen Entwicklungsziele verfolgt werden können und das Training ohne größere Störfaktoren auskommt. Diese Regeln dienen dem Wohle der Mannschaft und sind von Trainerseite aus einfach begründbar z.B. wir treffen uns 15 Minuten vor dem Training, damit wir pünktlich anfangen können.
Wenn man aufrichtig und authentisch auftritt, hat man das Vertrauen und die Aufmerksamkeit der Spieler so gut wie sicher.

Der Trainer ist ein großer Freund und eine wichtige Bezugsperson im Alltag. Kinder orientieren sich an ihm und seinem Verhalten. Auch der Trainer macht sicher den ein oder anderen Fehler oder wird den Anforderungen nicht in Gänze gerecht, es ist dennoch wichtig sich dessen bewusst zu werden und das eigenen Handeln Schritt für Schritt zu verbessern.

Ist dieses Fundament gelegt, können die fußballspezifischen Seiten beleuchtet werden. Im Kern sollte das freie Spiel in kleinen Gruppen und auf kleinen Feldern stehen.
Spielformen machen nicht nur am meisten Spaß sondern sind schnell erklärt und aufgebaut. Die Kinder sind ständig in Bewegung, Standzeiten sind so gut wie ausgeschlossen.
Auch in technisch orientierten Übungsformen ist es möglich Stand- und Wartezeiten zu vermeiden – parallel auf zwei Feldern oder an mehreren Stationen.

  • Große Erfolge mit kleinen Spielen erzielen
  • Aus 1 mach 2 (vermeide Wartezeiten)
  • Kleinfeldspiele bringen alle Kinder in Action

Umfang, Inhalte und Niveau muss der Trainer auf das aktuelle Können des einzelnen anpassen, damit kein Kind auf der Strecke bleibt. Jedes Kind hat eigene Stärken und Schwächen. Diese müssen erkannt und gezielt gefördert werden.

Lars Müller
Trainer U10 und Jugendkoordinator Grundlagenbereich EGC Wirges

EGC Webblog #2

mein Name ist Dirk Metternich und ich bin seit 20 Jahren Jugendcoach. 

Mein Thema für den Blog – der Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Jeder Trainer hat seine eigene Vorstellung, wie er mit Kindern und Jugendlichen umgeht. Manche lassen sich siezen, manche sind der Kumpeltyp, manche lassen keine Kommunikation zu und manche kommunizieren permanent mit ihren Spielern. Manch einer geht analytisch vor und geht nach Lehrplan des Fußballverbandes vor, andere handeln aus dem Bauch heraus. 

Ich bezeichne uns Trainer nicht nur als Trainer. Wir sind Papa, Lehrer, Fahrer, Coach und manchmal Sozialarbeiter in einer Person. Das macht das Thema auch so schwierig. 

Da ich noch ein Old School Trainer bin, vermittel ich auch noch die Old School Werte. Ich höre gerne Danke und Bitte und eine Begrüßung und Verabschiedung sollte auch selbstverständlich sein. Darüber hinaus lege ich sehr viel Wert auf persönliche Ansprache. Vier Augen Gespräche mit meinen Spielern sind mir wichtig. Ich möchte wissen, was sie außerhalb des Fußballs beschäftigt und was ihnen wichtig ist. Auch im Trainingsalltag denke ich, man kann gerne mal 5 gerade sein lassen. Mir ist aber auch wichtig, dass der Respekt mir gegenüber stets gegeben ist. Ich bin nicht der Gute-Laune-Onkel für die Jungs. Wer bei uns Fußball spielen möchte, hat stets seine 100 % zu geben. Wenn ich merke, dass dem nicht so ist, werde ich immer eingreifen. Es gibt immer Mittel und Wege, um der Leistungsbereitschaft einen kleinen Schups zu geben. Außerdem hole ich mir von meinen Spielern immer gerne Feedback nach jeder Einheit ab. Ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn sich meine Spieler kritisch mit mir auseinander setzen. Schön, wenn wir sie zum Mitdenken bringen.

Dass mein Weg nicht unbedingt der Falsche ist, merke ich immer dann, wenn ich Ehemalige treffe, die sich zu 95 % freuen mich zu sehen. Bei den restlichen 5 % ist es so, dass meistens der Papa oder die Mama ein Talent im Spieler erkannt haben, welches sich mir nicht direkt erschlossen hat. 🙂

Unseren jungen Coaches kann ich nur mitgeben – versucht euren eigenen Weg zu finden. Bleibt immer authentisch und klar und haltet euch an die Versprechungen, die ihr euren Spielern macht. Seid den Jungs Ansprechpartner für alle Lebenslagen und zeigt Ihnen, dass sie euch wichtig sind. Dann habt ihr innerhalb kürzester Zeit den Respekt eurer Spieler. 

EGC Webblog #1

Wie viel Breite ist im Spiel überhaupt notwendig? Ein Beitrag von U19-Trainer Marvin Schenk

Ab sofort veröffentlichen wir jeden Monat einen neuen EGC Webblog. Dabei geht es um verschiedene Themenschwerpunkte im und um den Fußball. Den Anfang macht unser U19 Coach Marvin Schenk. Er widmet sich der Fragestellung ,,Wie viel Breite ist im Spiel überhaupt notwendig?“

Ich bin der Auffassung, dass jeder Trainer nach gewissen Prinzipien arbeiten sollte. Prinzipien, die im Team definiert werden und die immer wieder dazu dienen, dass die Spielidee erkennbar auf den Platz gebracht wird. Ein beispielhaftes Prinzip ist die Vorgabe ,,Tiefe vor Breite“. Aber was ist damit gemeint? Vermutlich hat schon jeder Spieler auf dem Platz von Außen gehört ,,Mehr Breite, mehr Breite!“ Aber wie viel Breite wird im Spiel überhaupt benötigt und wann wirkt es sich eher negativ auf das eigene Spiel aus? Ich versuche die Leitlinie so abzustecken, dass wir immer nur so viel Breite wie nötig ins Spiel holen. Wichtig ist mir, dass wir dabei so tief wie möglich stehen. Wir brauchen Breite im Spiel, um Räume zu schaffen und Gegenspieler zu binden. Schnell ist dann aber der Fall, dass bspw. Außenspieler oder hochrückende Außenverteidiger an der Außenlinie kleben. Die einzige Möglichkeit in vielen Fällen: Flanke. Wenn wir aber nur so viel Breite ins Spiel holen, wie auch wirklich nötig ist, dann schaffen wir:

1. mehr Optionen für den Ballführenden

und

2. mehr Möglichkeiten für vertikale Pässe

In dieser vereinfachten Grafik ist das Prinzip relativ deutlich veranschaulicht. Stehe ich in solch einer Aktion zu breit und werde angespielt, schiebt die komplette Abwehrkette durch, das Spiel wird verzögert und wir bekommen keine Tiefe ins Spiel. Stehe ich allerdings so tief wie möglich (also auf Höhe des letzten Verteidigers) und nur so breit wie nötig, ist sowohl ein scharfer Ball in die offene Spielstellung möglich, aber auch ein Schnittstellenpass zwischen AV und IV denkbar. Der Außenspieler könnte bspw. auch direkt den Weg zwischen AV und IV gehen und so noch klarer beide Gegenspieler beschäftigen und damit binden.

Mein Fazit:

Breite im Spiel ist wichtig. Allerdings nur dann, wenn es zum Binden von Gegenspielern dient und so viel Tiefe wie möglich hergestellt wird. Der Fokus sollte stets darauf liegen, wie ich schneller und erfolgreicher vor das gegnerische Tor komme. Die Erfolgsquote, wenn ich zentraler vorm Tor freigespielt werde, ist logischerweise größer als bei einem Flankenball.

Letztendlich liegt vieles aber auch daran, wie man seine Spielidee definiert und welche Prinzipien man für sich und das Team definiert.

Marvin Schenk

Hüter Einkaufszentrum und EGC setzen jahrzehntelange Partnerschaft fort!

Wir freuen uns, dass unser langjähriger Haupt- und Trikotsponsor „Hüter – Ihr Westerwälder Einkaufszentrum“ die bestehende Partnerschaft mit unserem Verein auch weiterhin fortsetzen wird. „Hüter“-Geschäftsführer Frank Sauter und der 1. Vorsitzende Stefan Heibel vereinbarten heute verschiedene Maßnahmen, wie die Zusammenarbeit künftig ausgestaltet werden soll. Zu gegebener Zeit werden wir werden an dieser Stelle darüber berichten.

Kerch bleibt – Römer und Bulut verstärken 1. Mannschaft

Mit Mirko Kerch bleibt uns ein weiterer Spieler der 1. Mannschaft erhalten. Zudem verstärken uns mit Colin Römer und Deniz Bulut zwei ehemalige EGC Spieler.

Colin verbrachte die Jugend bei der EGC und absolvierte in seinen ersten Jahren im Herrenbereich bereits einige Spiele in der Oberliga. Nach seinem Wechsel zur TuS Koblenz II, wo er in der Rheinlandliga zum Einsatz kam, ging es für Colin an die Chaminade University Silverswords auf Honolulu, Hawaii. Hier spielte er im Soccer-Team der Silverswords. Nach seiner Deutschlandrückkehr spielte er zuletzt für die SpVgg. Steinefrenz/Weroth.

Mit Deniz Bulut verstärkt uns ein weiterer Innenverteidiger, welcher zuletzt bei den SF Eisbachtal gespielt hat. Vorher spielte er bereits bei der EGC und kehrt nun zu uns zurück!

Kader der 1. Mannschaft nimmt Formen an.

Horz, Kiziltoprak und Woche kommen! Altin, Althofen, Schmidt, Al-Khaldi, Lang, Endlein und Nekaj bleiben.

Der Kader der 1. Mannschaft nimmt weiter Formen an. Mit Marcel Horz konnten wir einen weiteren erfahrenen Oberliga-Spieler dazu gewinnen, welcher die Defensive verstärkt. Mit Tim Woche stößt ein Spieler vom TuS Montabaur zu uns, welcher zuletzt verletzt war und nun wieder voll angreifen möchte. Soner Kiziltoprak verstärkt ebenso die 1. Mannschaft und kommt von TuS Nassovia Nassau.

Jannik Lang, welcher eigentlich schon auf dem Sprung zur SG Ahrbach war, konnte vom neuen Konzept überzeugt werden und bleibt nun Teil der EGC. Ebenso wie die U19 Spieler Silas Endlein, Karim Al-Khaldi und Eron Nekaj. Zudem bleiben uns mit Ozan Altin, Luis Althofen und Ozan Altin drei Spieler des bestehenden 1. Mannschaft Kader erhalten.

Aller guten Dinge sind drei – Luca Beck kehrt zurück zur EGC!

Der 28-jährige Torwart schließt sich nach 2014 und 2016 erneut der EGC an und ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Neuausrichtung der 1. Mannschaft. Zuletzt spielte Luca beim TuS Montabaur und hat neben Einsätzen in der Ober- und Rheinlandliga ein Jahr bei der U18 von Manchester City gespielt. Luca, willkommen zurück und gutes Gelingen!

Marian Kneuper ist zurück!

Der oberligaerfahrene Innenverteidiger schließt sich nach sechs Jahren wieder der EGC an. Die Bilanz der letzten sechs Jahre? 277 Oberligaeinsätze für den FV Engers und ein Spiel im DFB-Pokal. Jetzt geht es zurück zur alten Wirkungsstätte! Marian wird eine entscheidende Stütze im eingeleiteten Umbruch sein und mit all seiner Erfahrung den neuen Weg der EGC prägen. Schön, dass du wieder da bist, Marian!