EGC Webblog #2

mein Name ist Dirk Metternich und ich bin seit 20 Jahren Jugendcoach. 

Mein Thema für den Blog – der Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Jeder Trainer hat seine eigene Vorstellung, wie er mit Kindern und Jugendlichen umgeht. Manche lassen sich siezen, manche sind der Kumpeltyp, manche lassen keine Kommunikation zu und manche kommunizieren permanent mit ihren Spielern. Manch einer geht analytisch vor und geht nach Lehrplan des Fußballverbandes vor, andere handeln aus dem Bauch heraus. 

Ich bezeichne uns Trainer nicht nur als Trainer. Wir sind Papa, Lehrer, Fahrer, Coach und manchmal Sozialarbeiter in einer Person. Das macht das Thema auch so schwierig. 

Da ich noch ein Old School Trainer bin, vermittel ich auch noch die Old School Werte. Ich höre gerne Danke und Bitte und eine Begrüßung und Verabschiedung sollte auch selbstverständlich sein. Darüber hinaus lege ich sehr viel Wert auf persönliche Ansprache. Vier Augen Gespräche mit meinen Spielern sind mir wichtig. Ich möchte wissen, was sie außerhalb des Fußballs beschäftigt und was ihnen wichtig ist. Auch im Trainingsalltag denke ich, man kann gerne mal 5 gerade sein lassen. Mir ist aber auch wichtig, dass der Respekt mir gegenüber stets gegeben ist. Ich bin nicht der Gute-Laune-Onkel für die Jungs. Wer bei uns Fußball spielen möchte, hat stets seine 100 % zu geben. Wenn ich merke, dass dem nicht so ist, werde ich immer eingreifen. Es gibt immer Mittel und Wege, um der Leistungsbereitschaft einen kleinen Schups zu geben. Außerdem hole ich mir von meinen Spielern immer gerne Feedback nach jeder Einheit ab. Ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn sich meine Spieler kritisch mit mir auseinander setzen. Schön, wenn wir sie zum Mitdenken bringen.

Dass mein Weg nicht unbedingt der Falsche ist, merke ich immer dann, wenn ich Ehemalige treffe, die sich zu 95 % freuen mich zu sehen. Bei den restlichen 5 % ist es so, dass meistens der Papa oder die Mama ein Talent im Spieler erkannt haben, welches sich mir nicht direkt erschlossen hat. 🙂

Unseren jungen Coaches kann ich nur mitgeben – versucht euren eigenen Weg zu finden. Bleibt immer authentisch und klar und haltet euch an die Versprechungen, die ihr euren Spielern macht. Seid den Jungs Ansprechpartner für alle Lebenslagen und zeigt Ihnen, dass sie euch wichtig sind. Dann habt ihr innerhalb kürzester Zeit den Respekt eurer Spieler. 

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